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[Person] Robba Desilijic Tiure

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    [Person] Robba Desilijic Tiure



    Name: Robba Desilijic Tiure
    Alter: 180 (junger Hutte, im menschlichen Vergleich Anfang Zwanzig)

    Spezies: Hutte
    Kultur: Nal Hutta, Kajidic Desilijic
    Exterieur: olivgrüne Haut mit gelblichen Schattierungen entlang des Schwanzes, bernsteinfarbene Augen, kleiner und schmaler gebaut als die alten Lords aber bereits mit dem Gewicht und der Präsenz die einen Hutten ausmachen. Trägt repräsentative Roben in den Desilijic-Farben Schwarz und Gold, dazu Signet Ring der Linie und auffälligen Hutten-Schmuck. Bewegt sich auf einem gepimpten Repulsorsled mit Hutten-Standard-Komfort. Wenn er lächelt, lächelt er wie ein Hutte lächelt, also fast nicht.

    Karriere: Kolonist (Unternehmer)
    Anfänge: Familienverpflichtung und Erbe

    Hintergrundgeschichte:

    Robba wurde auf Nal Hutta geboren, in der Brutstätte des Palastes seines Vaters Lord Hiro, in einer Generation von zwölf Spawnlingen. Elf Geschwister, alle hungrig nach Status, alle wachsam auf den Anderen, alle Teil eines Spiels das sie nicht gewählt hatten aber spielen mussten so gut sie konnten. So wachsen junge Hutten halt auf. Wer schwach spielt verschwindet aus dem Erbe-Anspruch. Wer schlau spielt überlebt. Wer brilliant spielt wird einer der Großen.

    Hiro übernahm seine Erziehung persönlich. Anders als bei seinen Geschwistern, denen er Standard-Tutoren stellte, ließ er Robba durch Yesorgh Pargeh unterrichten, einen Twi'lek-Major-Domo aus der mittelalten Generation des Personals. Yesorgh war ein Geschenk und eine Prüfung in einem. Er kannte jeden Trick der Hutten-Politik, hatte gesehen wie sich die Kajidiken gegenseitig zerfleischten und welche überlebten, hatte für Teemo gearbeitet bevor Teemo Tatooine bekam und wusste deshalb wo Teemos Fehler waren. Was er Robba lehrte war keine Reform und keine moderne Wirtschaft. Es war das alte Spiel, gespielt mit voller Schärfe.

    Mit fünfzig erlaubte Hiro ihm den Familien-Komplex zum ersten Mal zu verlassen, im Schatten von Yesorgh, für kleine Hutten-Geschäfte auf Tatooine und Nar Shaddaa. Mit hundert kümmerte er sich um lokale Logistik. Mit hundertfünfzig nahm Hiro ihn in komplexere Vermittlungen mit, Spice-Routen, Söldner-Verträge, die kleinen Diplomaten-Spiele die unter den Kajidiken laufen. Robba lernte schnell und liebte was er lernte. Die Verzahnung von Drohung und Bestechung, die Kunst einen Klienten so zu binden dass er sich freiwillig fesselt, die Geduld des Hutten der wartet bis ein Rivale stolpert.

    Er las gerne. Bücher und Holocron-Übertragungen über Wirtschaft, manchmal über Politik, manchmal über Geschichte. Aber nicht aus Idealismus. Aus Werkzeugbedarf. Wer den Markt versteht macht bessere Deals. Wer Politik versteht erkennt früher wenn ein Bündnis bricht. Wissen war Kapital, nichts weiter.

    Sein Vorbild war Jabba. Nicht der unflexible alte Brocken den die jungen Cousins gerne karikierten, sondern der echte Jabba, der ein Stück Wüste mit nichts als Brutalität und Charisma in ein Krimi-Imperium verwandelt hatte. Robba hatte den Onkel mehrfach getroffen, hatte gesehen wie er Tatooine regierte, wie er entschied, wie er nahm was er wollte. So muss man es machen, dachte er. So macht man aus einem Erbe ein Reich. Wenn er ehrlich war, wollte er nicht anders sein als Jabba. Er wollte besser sein.

    Mit hundertfünfundsiebzig schickte Hiro ihn zum ersten Mal nach Ord Mantell. Ein Test, ein kleines Cargo-Geschäft im Free System, halb Sondage des jungen Erben halb Beobachtung wie das Personal mit ihm arbeitet. Robba reiste mit Yesorgh und zwei Bodyguards an. Der Deal wurde abgeschlossen, sauber, mit gutem Margen-Aufschlag. Aber während des Aufenthalts, in einer kleinen Cybertech-Werkstatt im Industriebezirk Worlports, registrierte er etwas das ihn länger beschäftigte als der eigentliche Deal. Sein Sled war ausgefallen. Der Werkstattmechaniker, ein junger Arkanianer, lieferte gute Arbeit zu sauberem Preis ohne Spielchen. Während Robba dort wartete kam eine Söldner-Bande wegen einer offenen Rechnung des Mechanikers. Robba intervenierte, regelte es mit zweihundert Credits Bestechung und einer Drohung die der Arkanianer noch heute wahrscheinlich nachts hörte. Die Söldner zogen ab. Der Mechaniker bedankte sich knapp. Robba speicherte seinen Comm-Code unter "fairer Tech-Mann auf Mantell", nicht weil er den Mann mochte, sondern weil ein Tech-Mann der dir etwas schuldet eine Investition mit Zinsen ist die du irgendwann eintreibst.

    Im selben Reise-Zyklus, einen Stop später, traf er auf Nar Shaddaa zum ersten Mal Vorra'leen. Eine Twi'lek-Tänzerin in einer der Hutten-eigenen Lounges. Sie war nicht für ihn gedacht, kein Geschenk, keine Vermittlung. Sie war Personal das eigentlich für andere arbeitete. Er sah sie tanzen, sie sah ihn schauen, sie sprach ihn nach der Show an mit einer Höflichkeit die nicht angelernt war. Sie redeten eine ganze Nacht, sie war scharf, lustig, kannte die Lounges und die Männer und die Geschäfte. Er bezahlte ihre Zeit, sie nahm es ohne Kommentar an. Aber zurück auf Nal Hutta vergaß er sie nicht. Er kam zurück, Reise um Reise, Hutten-traditionell heimlich weil eine offene Liaison mit Personal anderer Hutten ihn als Junior-Erbe weniger ernst aussehen lassen würde. Niemand außer Yesorgh wusste davon. Yesorgh schwieg.

    Mit hundertachtzig, im Standard-Galaxis-Jahr 14 vor der Schlacht von Yavin, machte Hiro Ernst. Eine Frist. Zwölf Monate, eine Million Credits selbst erwirtschaftet, eigenständig, ohne Familien-Krücken. Schaffte er es wäre sein Status als Erbe gefestigt. Schaffte er es nicht drohte eine demütigende Klausel, geflüstert nur, deren Wortlaut sich Robba nicht einmal selbst innerlich aussprach. Hiro lächelte dabei wie Hutten lächeln. Es war eine Liebe-und-Drohung in einem, die Art wie Hutten ihre Kinder formen.

    Robba akzeptierte mit einer Verbeugung und vermied es seinen Blick zu erwidern länger als notwendig. Eine Million in zwölf Monaten, dachte er auf dem Rückweg zu seinem Quartier. Wenn Jabba das mit fünfzig konnte mache ich das mit hundertachtzig. Es war Trotz und Ehrgeiz in einem.

    Drei Wochen später schickte Yesorgh ihm eine Nachricht. Eine kleine Crew operiere im Outer Rim, gestrandet auf Bothawui, dann auf Mon Cala, jetzt auf Ryloth. Ein Bothan-Operator, ein Trandoshan-Combatant, ein dritter mit einem Geheimnis das Yesorgh nicht entschlüsselt hatte. Sie hatten Teemo, Robba's entfernten Cousin, in einer Mos-Shuuta-Affäre Probleme gemacht und waren seitdem unterwegs. Yesorgh schlug vor: vermittle ein Treffen, biete Partnerschaft an. Eine Crew die schwimmt, die Cash braucht, die Schutz braucht. Genau die Art von Werkzeug die Robba für seinen ersten richtigen Zug brauchte.

    Es war eine Chance. Eine Crew die keiner sonst kontrollierte, ein Schiff das nicht zur Familie gehörte, ein Operationsraum den er definieren konnte. Robba sagte ja, fast bevor Yesorgh ausgesprochen hatte.

    Wenige Wochen darauf, irgendwo zwischen Mantell und Ryloth, erreichte ihn ein verschlüsselter Notruf. Aus einer kleinen Cybertech-Werkstatt im Industriebezirk Worlports, einer alten Bekanntschaft die er noch unter "fairer Tech-Mann" gespeichert hatte. Der Arkanianer war unter Druck geraten, Werkstatt bedroht, Lehrlinge in Gefahr. Er bat um Hilfe und nannte den Namen Robba und erinnerte an die Söldner-Sache vor fünf Jahren.

    Robba erkannte sofort den Wert und auch die Begrenzung. Der Mechaniker war kein Sklave und würde keiner werden. Eine formale Lebensschuld nach altem Hutten-Modell wäre der saubere Move gewesen, hätte ihn fester gebunden als jeder Lohnvertrag. Aber Robba wusste auch dass der Arkanianer aus einer anderen Schule kam, eine Schule die mit Würde verhandelt und nicht mit Knechtschaft. Wenn er Lebensschuld erzwang würde er einen widerwilligen Untergebenen kriegen statt eines fähigen Officers. Ein klassischer Lohnvertrag wäre besser, aber ein Lohnempfänger interessiert sich für die Arbeit nicht so sehr wie für den nächsten Zahltag. Lieber ein dankbarer Tech-Mann der freiwillig liefert und an meinen Deals beteiligt ist als ein gebrochener der vor Hass schweigt oder einer der nur bis fünfzehn Uhr nachdenkt, dachte er. Hutten-Pragmatismus, nicht Weichheit. Der Unterschied war wichtig.

    Er reagierte ohne zu zögern. Yesorgh wurde mit Bodyguards nach Mantell geschickt, der Arkanianer extrahiert, ein Teil seiner Tech-Crew mitgenommen. Andere mussten zurückbleiben. Robba bot dem Mechaniker eine Position als Tech-Officer an, ohne Festgehalt, dafür mit einer Beteiligung an jedem Auftrag den der Arkanianer einbrachte oder an dem er mitarbeitete. Klassischer Hutten-Partner-Schnitt nach altem Vorbild der Major-Domos, fair berechnet, mit echter Skin in the Game. Keine formale Lebensschuld, kein anonymer Lohnvertrag, sondern eine Vereinbarung getragen von echter Dankbarkeit auf der einen Seite und kalkulierter Investitions-Logik auf der anderen. Der Mechaniker, der mehr verbarg als Robba ahnte, akzeptierte.

    Yesorgh sagte später: "Du hättest Lebensschuld kriegen können."

    Robba antwortete: "Ich weiß. Aber dann hätte ich einen widerwilligen Untergebenen. Mit der Beteiligung habe ich einen Officer der jeden Auftrag selbst optimiert weil sein eigener Schnitt davon abhängt. Mein Großonkel Vorhal hat seinen besten Sicherheitschef nicht mit Ketten gebunden, sondern mit zehn Prozent jeder Beute. Der hat seinem Patron mehr Geld in einem Jahr gebracht als drei Sklaven-Sicherheitschefs in zehn. Ich habe halt zugehört wenn die Alten gesprochen haben."

    Yesorgh nickte langsam und sagte nichts mehr dazu. Robba hatte recht und beide wussten es.

    In wenigen Tagen würde er die Sheni'Agul-Crew zum ersten Mal treffen, in Onhan Thulie's Cantina in Nabat. Mit ihm an Bord seines Sleds: sein neuer Tech-Officer, seine Bodyguards, ein Protokolldroide, ein Pitch der jeden Aspekt der Hutten-Etikette und der Geschäfts-Tradition nutzen würde und eine Million Credits Frist die in der Tasche tickte wie ein Sprengsatz.

    Er war jung für einen Hutten. Aber er war Desilijic. Und er hatte zwölf Monate um zu beweisen dass er der nächste in der Linie der Großen wird, nicht einer der vergessenen Spawnlinge die mit fünfhundert immer noch in den Brutstätten von Nal Hutta sitzen und auf das warten was nie kommt.


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    Zuletzt geändert von Cengiz44TV; 16.05.2026, 18:41.
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